10. Tegernseer Schulter- und Ellenbogenkurs

Ulrich Brunner, Lennart Schröder, Fabian Hambüchen, Benjamin Barth
Ulrich Brunner, Lennart Schröder, Fabian Hambüchen, Benjamin Barth

Bereits zum zehten Mal luden die Herren Prof. Dr. Brunner und Herr Prof. Dr. Wiedemann vom 1.-3. August 2018 in die schöne Kulisse an den Tegernsee zum Tegernseer Schulter- und Ellenbogenkurs ein.

Gestartet wurde das Programm am Mittwoch zum „Precourse“ mit Vorträgen zu Untersuchung und Diagnostik, Frakturen und Prothetik der Schulter, Aspekten der Rotatorenmanschette, des AC Gelenkes und der Instabilität, sowie einem Ellenbogen-Block. Des Weiteren konnten in unterschiedlichen Kursen unter kompetenter Anleitung praktische Erfahrungen zur manuellen Therapie an der Schulter, sowie zur Schultersonographie gesammelt werden.

Praxisorientiert ging es am Donnerstag mit zahlreichen Fallvorstellungen auf spezialisierte Themen zum Ellenbogengelenk, zur Rotatorenmanschette und der Schulterinstabilität weiter, wobei aktuelle Therapieoptionen kritisch betrachtet und ein Blick auf zukünftige Alternativmöglichkeiten gerichtet wurde.
Mit einer Mountainbike-Tour am Nachmittag zur Freudenreichalm am Fuße des nahegelegenen Brecherspitz wurden dann auch noch die physische Leistungsfähigkeit auf die Probe gestellt und der Tag anschließend beim gemeinsamen Abendessen und angeregten Diskussionen in urbayrischem Ambiente in der Gebirgsschützenhütte abgerundet.

Mit einer Vortragsrunde rund um das Thema Schulterfrakturen und deren Versorgung ging es freitags weiter. Als absolutes Highlight stand anschließend eine Round-Table-Diskussion mit dem mehrfachen deutschen Meister und Olympiasieger im Turnen Fabian Hambüchen auf dem Plan
Der deutsche Ausnahmeturner wurde im letzten Jahr selbst aufgrund einer Rotatorenmanschettenruptur operiert und berichtete den Zuhörern von seinen persönlichen Erfahrungen: vom Entscheidungsprozess bis hin zur OP, dem Verlauf und den Schwierigkeiten in der Rehabilitationsphase und über die allgemeinen Trainingsanforderungen, die mit dem Leistungsturnen im Zusammenhang stehen.
Nach der angeregten Diskussion konnten noch Fotos mit dem sympathischen Spitzensportler gemacht, Autogramme erhalten und Fragen gestellt werden.
Der Nachmittag wurde ganz der Schulterprothetik gewidmet und unter anderem Innovationen wie die Verwendung von patientenspezifische Implantaten kontrovers diskutiert.

Außerdem hatten die Teilnehmer an allen Tagen an verschiedenen Stationen während der „Hands-on“ Workshops die Möglichkeit, die zuvor gehörte Theorie in die Praxis umzusetzen, sodass u.a. die Implantation von Schulterprothesen, Osteosynthesen an Humerus und Ellenbogen, sowie arthroskopische OP-Verfahren, wie die Naht der Rotatorenmanschette, Stabilisierungsoperationen an der Schulter oder eine diagnostische Arthroskopie am Simulator geübt werden konnten.

Die Referenten leisteten mit ihren wissenschaftlichen Vorträgen an diesen drei Tagen somit insgesamt einen sehr differenzierten Rundumschlag zu der Orthopädie und Unfallchirurgie an Schulter und Ellenbogen.

Wir danken abschließend Herrn Prof. Dr. Brunner und Herrn Prof. Dr. Wiedemann, sowie den anwesenden Industriepartnern für diese tolle Veranstaltung und freuen uns im nächsten Jahr wieder dabei zu sein!

Benjamin Barth und Lennart Schröder
Würzburg