Famulaturbericht Charité-Universitätsmedizin Berlin und Schulthess Klinik

Malik Jessen mit Prof. Markus Scheibel in der Sprechstunde
Malik Jessen mit Prof. Markus Scheibel in der Sprechstunde

Ich hatte die Möglichkeit, meine DVSE-zertifizierte Famulaturreise zu splitten und somit die Möglichkeit, sowohl in der Schulthess Klinik Zürich als auch in der Charité Berlin die jeweiligen Schulter- und Ellenbogensektionen kennen zu lernen.

 

Schulthess Klinik Zürich (03. - 18. Januar 2019):

Am Neujahrstag 2019 begab ich mich auf die zwölfstündige Bahnreise von meiner Heimat in Flensburg ins ferne Zürich, wo mich 12 spannende und lehrreiche Famulaturtage erwarten sollten.
Der erste Tag begann mit einer allgemeinen Einführung für alle Neuankömmlinge der Klinik. Von da an war es mir freigestellt, ob ich an der  Sprechstunde teilnehmen oder mit in den OP gehen wollte.
In den täglich stattfindenden Sprechstunden wird sich eine Menge Zeit für die Patienten genommen und die anstehenden Eingriffe häufig in großer Ausführlichkeit erläutert.
Im OP gab es ebenfalls stets eine Menge zu sehen, da die Schulter- und Ellenbogenchirurgen immer an zwei bis drei Tischen parallel operieren. Besonders komplexere Operationen wie Revisionseingriffe oder komplizierte Trauma-Fälle - die Schulthess-Klinik besitzt zwar keine eigene Notaufnahme, bekommt aber von anderen Kliniken häufig besonders schwierigeTrauma-Patienten zugewiesen - wurden häufig durchgeführt.
Im Aufenthaltsraum der PJler (UHUs/ Unterassistenten in der Schweiz) gab es zudem ein Knie- und Schulterathroskopiesimulator, wo rund um die Uhr die eigenen praktischen Fähigkeiten beübt werden konnte.

Malik Jessen mit PD. Philipp Moroder im OP
Malik Jessen mit PD. Philipp Moroder im OP

Charité Berlin:

Im Centrum der muskuloskeletalen Chirurgie des Virchow-Klinikums der Charité verbrachte ich 10 weitere Famulaturtage.
Der Arbeitstag begann mit der allgemeinen Frühbesprechung, im Anschluss ging es zumeist in den OP. Hier gab es stets eine große Bandbreite an traumatologischen Eingriffen zu sehen, natürlich inklusive Eingriffen an Schulter- und Ellenbogengelenken wie ACG-Stabilisierungen und glenoidale Frakturen sowie Frakturprothesen.
Donnerstags stand außerdem die Schultersprechstunde an. Hier ist es üblich, dass auch Studenten die Sprechstunde mitgestallten, sodass auch ich Patienten im „eigenen“ Sprechzimmer untersuchen und betreuen konnte.

 Fazit:

Ich bin sehr froh, sowohl die Schulthess-Klinik sowie die Charité kennengelernt zu haben und konnte persönlich wie auch fachlich eine Menge aus beiden Häusern mitnehmen. Wer eine große Spannbreite an Schulter- und Ellenbogenchirurgie sowie eine gebündelte Expertise in jenem Bereich sehen möchte, kann ich beide Kliniken sehr empfehlen.
Ich bedanke mich herzlich bei der DVSE und dem Jungen Forum für die finanzielle Unterstützung sowie bei beiden Kliniken für sehr lehrreiche Tage!

 

Malik Jessen
Mannheim