Aktuelles

Auf dieser Seite können Sie verschiedenste Berichte aus dem aktuellen und vergangenen Jahr ersehen, die zum späteren Zeitpunkt unter dem Jungen Forum | Hospitationsreise zu finden sind.


Bericht | Traumatag Münster April 2025

Am 26. April 2025 traf sich das Junge Forum der DVSE im Studienhospital Münster zum ersten Traumakurs.
Das Motto: „Der verletzte Sportler – Das verletzte Kind – Der schwerverletzte Patient“ – und genau darum drehte sich auch alles an diesem Tag: spannende Fälle, viel Praxis und richtig gute Stimmung.

Der Tag im Überblick

Los ging’s um 9:00 Uhr mit Registrierung und einer kurzen Begrüßung. Danach folgten direkt die ersten Fallvorstellungen – von der Sportverletzung über das verletzte Kind bis hin zum schwerverletzten Patienten. In kurzen, knackigen Vorträgen gab’s die wichtigsten Infos auf den Punkt.

Highlight waren definitiv die praktischen Workshops:

  • Schulter- und Ellenbogensonographie,
  • klinische Untersuchung der Schulter und des Ellenbogens
  • Osteosynthese Workshop,
  • und natürlich die Schockraumsimulationen.

Nach einem stärkenden Mittagessen und kurzem Eis in der Sonne ging es am Nachmittag weiter mit neuen Fallbeispielen und Übungen. Zum Abschluss durften alle noch selbst Hand anlegen bei der Versorgung einer Humerusfraktur am Kunstknochen – natürlich unter fachkundiger Anleitung.

Gegen 18:00 Uhr endete ein super abwechslungsreicher und lehrreicher Tag mit einem gemeinsamen Abend beim Italiener.

Ein riesiges Dankeschön geht an Dr. Julia Sußiek, die den Tag mit ganz viel Herzblut und Organisationstalent auf die Beine gestellt hat!
Danke auch an medi GmbH & Co. KG und die weiteren Sponsoren – ohne euch wäre so ein praktischer Kurs nicht möglich gewesen.

Wir freuen uns schon auf die nächste Runde!

Bericht | 2. Aachen-Kölner-Schulterkurs September 2024

Am 27. und 28. September 2024 fand der 2. Aachen-Kölner-Schulterkurs in den Räumlichkeiten der Uniklinik RWTH Aachen statt. Organisiert wurde der Kurs von PD Marco Schneider (Praxisklinik Orthopädie Aachen) und Prof. Arasch Wafaisade (Kliniken der Stadt Köln). Die Veranstaltung bot Medizinstudierenden sowie Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in der Schulterchirurgie zu erweitern und praktische Erfahrungen am Präparat zu sammeln.

Freitag, 27. September 2024

Der Kurs begann am Freitagmorgen mit einem hervorragenden Anatomievortrag durch Prof. Prescher, gefolgt unter anderem von praktischen Demonstrationen zur klinischen Untersuchung der Schulter.

Im Anschluss daran konnten die Teilnehmenden in verschiedenen „Re-Live“-Sessions die Kniffe der arthroskopischen und offenen Schulterchirurgie kennenlernen. Besonders hervorzuheben war die praxisorientierte Durchführung an Simulatoren und Präparaten, die es ermöglichte, die Techniken direkt anzuwenden und zu vertiefen. Der erste Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen, bei dem der Austausch zwischen den Teilnehmenden und Dozenten weiter gefördert wurde.

Samstag, 28. September 2024

Der zweite Kurstag begann mit Vorträgen zum Deltopektoralen Zugang, zu Protheseninfekten und zur Planung und Implantation von Schulterprothesen. Im weiteren Verlauf des Tages konnten die Teilnehmenden ihre Kenntnisse in der Endoprothetik und bei offenen Zugängen erneut am anatomischen Präparat vertiefen. Auch hier standen zahlreiche renommierte Experten mit Rat und Tat bei der Implantation von Anatomischer- und Inverser Prothese zur Seite.

Der Kurs bestach durch eine exzellente 1:2-Betreuung sowie durch die zahlreiche Ausrüstung durch die verschiedenen Industriepartner, die es ermöglichten, den Lernfortschritt jedes einzelnen Teilnehmers zu maximieren.

Ein besonderer Dank gilt PD Schneider und Prof. Wafaisade für die hervorragende Betreuung und Unterstützung.

 

Wir freuen uns auf das nächste Mal!

Tobias Gruber

Bericht | Modulkurs Arthroskopie Marburg Juli 2024

Am 5. und 6. Juli 2024 fand der diesjährige Modulkurs Arthroskopie in den Räumlichkeiten des Universitätsklinikum Gießen Marburg statt.

Organisiert als Kooperation von Prof. Bilal El-Zayat, PD Robert Hudek, AGA-Students und DVSE Junges Forum, bot der Kurs Medizinstudierenden die Gelegenheit, tiefgehende Einblicke in die Anatomie und Arthroskopie von Schulter- und Ellenbogengelenk zu erhalten. Die Veranstaltung knüpfte an den Erfolg des Vorjahres an und brachte erneut praxisorientierte Lehre und innovative technische Unterstützung zusammen.

Freitag, 05. Juli 2024

Der Kurs begann am Freitagnachmittag um 15:00 Uhr mit einer kurzen Begrüßung und Vorstellungsrunde. Neben Vorträgen zur Anatomie und Biomechanik des Schulter- und Ellenbogengelenkes und der klinischen Untersuchung gab es auch die Möglichkeit das aufgefrischte Wissen direkt in praktischen Übungen anzuwenden.

Der Nachmittag endete mit einer Einführung in die Grundlagen der Arthroskopie, bei der die Studierenden erste Erfahrungen mit der Hand-Augen-Koordination am Arthroskopiesimulator sammelten. Dank der Anleitung durch die Dozenten gelang es den Teilnehmern, ein besseres Gefühl für die arthroskopische Technik zu entwickeln.

Der erste Kurstag endete mit dem verlorenen Viertelfinale der Europameisterschaft Deutschlands gegen Spanien. Immerhin konnten weitere Arthroskopische Übungen sowie Pizza und Snacks darüber hinwegtrösten!

Samstag, 06. Juli 2024

Der zweite Tag begann um 9:00 Uhr mit einem Vortrag über die Grundprinzipien der Arthroskopie. Im Wechsel zwischen Theorie und Praxis arbeiteten sich die Studierenden durch verschiedene Themenbereiche, darunter die arthroskopische Anatomie, Indikationen für Schulter- und Ellenbogenarthroskopien und Knotentechniken. Besonders hervorzuheben war die Möglichkeit, die verschiedenen Schritte der arthroskopischen Rotatorenmanschettenrekonstruktion und Bankart-Operation an realitätsnahen Modellen und Simulatoren zu üben.

Der Kurs endete gegen 16:30 Uhr, nachdem die Studierenden ihre Erfahrungen noch einmal in einer Abschlussrunde reflektieren und ihr Feedback geben konnten.

Der Modulkurs Arthroskopie in Marburg war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg.

Besondern Dank gilt Prof. Bilal El-Zayat für die hervorragenden Organisation, sowie PD Robert Hudek für die vielen Erklärungen und praktischen Tipps. Danke auch an die AGA-Students Standortleiter Luca Bausch und Johannes Schlaich für die freundschaftliche Kooperation.

Wir freuen uns aufs nächste mal!

 

Tobias Gruber

Bericht | Modulkurs Diagnostik & Konservative Therapie an Schulter & Ellenbogen Ulm Juni 2024

Am 14. und 15. Juni 2024 fand in Ulm der erste Modulkurs zum Thema Diagnostik & Konservative Therapie an Schulter und Ellenbogen statt.

Als gemeinsames Projekt vom Jungen Forum und der Kommission „Konservative Therapie“ wurde ein spannendes interaktives Programm mit zahlreichen Vorträgen und praxisnahen Workshops organisiert.

Tag 1

Der erste Tag begann mit einer Einführung und einem Vortrag über die Rolle der konservativen Therapie in Studium und Klinik. Ein anschließender Workshop zur ärztlichen Gesprächsführung bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, kommunikative Fähigkeiten im Patientenkontakt zu trainieren.

Nach einer kurzen Kaffeepause und einer kleinen Industrieausstellung folgte ein Vortrag zur Bedeutung der manuellen Medizin an Schulter und Ellenbogen. Ein weiterer Workshop unter der Anleitung von Dr. Hein Schnell vertiefte die manuelle Untersuchung nach den Standards der DVSE und DGMM und sorgte für viele Aha-Erlebnisse.

Der Abend klang entspannt mit einem gemeinsamen Essen und dem Public Viewing des EM-Eröffnungsspiels aus.

Tag 2

Am zweiten Tag stand die praktische Anwendung im Mittelpunkt. Aufbauend zu den Untersuchungsmethoden des Vortages begann der zweite Tag mit einem Basis-Workshop zur manualmedizinischen Therapie, angeleitet von Dr. Hein Schnell. Dies wurden von vielen Studierenden als besonders Highlight wahrgenommen und überzeugte den ein oder anderen mehr Fokus auf die Konservative Therapie in der kommenden Weiterbildung zu setzten.

Es folgten Sessions zur Bildgebung und Sonografie, für die PD Lerchbaumer extra von der Säbener Straße in München nach Ulm reiste. Anstelle der Fußballprofis vom FC Bayern München untersuchte und leitete er zukünftige Konservative-Therapie-Profis an

Dr. Tobias Würfel stellte moderne Therapiemethoden wie Stoßwellen- und Lasertechnologie in Theorie und Praxis vor.

Nach der Mittagspause wurde in einem praktischen Workshop die Messung der Griffkraft als Therapiemonitoring vorgestellt. Weitere Highlights waren Workshops, von Dr. Christoph Buck und Markus Neumann zur Applied Kinesiology und Injektionstherapie mit Fokus auf den Profisport.

Den Abschluss bildeten Vorträge und praktische Übungen zur EMG-Diagnostik und Biofeedback-Training, bei denen Philipp Piroth den Studierenden wertvolle Einblicke in fortschrittliche diagnostische Methoden bot.

Der Kurs bot Studierenden eine ideale Gelegenheit, theoretisches Wissen und praktische Fähigkeiten in der konservativen Therapie von Schulter- und Ellenbogenbeschwerden zu vertiefen. Die Mischung aus Vorträgen, interaktiven Workshops und Austausch mit Expert*innen machte die Veranstaltung zu einem wertvollen Erlebnis für alle Teilnehmenden. Das Feedback war durchweg positiv und wir freuen uns aufs nächste Mal!

Vielen Dank an alle unsere engagierten Referenten, insbesondere an Larissa Eckl und Dr. Alexander-Stephan Henze für die hervorragende Organisation und die Zusammenstellung eines wirklich tollen Programms!

Tobias Gruber

Bericht | 11. DVSE Residents´ Summit – Modul E: Instabilitäten des Schultergürtels und des Ellenbogens Zürich März 2024

1. und 2. März 2024

Der 11. DVSE Residents' Summit in Zürich bot eine hervorragende Gelegenheit, tiefgehende Einblicke in die Thematik der Instabilitäten des Schultergürtels und des Ellenbogens zu gewinnen. Wir möchten uns herzlich für die Möglichkeit bedanken, an diesem hochkarätigen Event teilnehmen zu dürfen.

Gastgeber waren Dr. Mara Warnhoff und Dr. Sebastian Lappen, die ein sehr spannendes und interaktives Programm in der Schulthess Klinik auf die Beine stellten.

Tag 1

Der Residents´Summit begann mit einer Session zur Glenohumeralen Instabilität, die von Dr. Kriechling und Prof. Moroder moderiert wurde. Für uns war es besonders aufschlussreich, mehr über die verschiedenen Formen der Schulterinstabilität zu lernen.

Auch Re-Live Videos, die uns die arthroskopischen Techniken und knöcherne Augmentationen zeigten, waren eine besonders wertvolle Ergänzung, da sie praxisnahe Einblicke in die modernen Behandlungsmethoden ermöglichten.

Nach einer Kaffeepause und dem Besuch der Industrieausstellung widmeten wir uns dem Thema Instabilitäten des AC- und SC-Gelenks.

Nach ausführlicher Gelegenheit die theoretisch gelernten Inhalte in diversen Workshops am Arthroskopiemodell oder Kunstknochen umzusetzen, klang der Tag beim gemeinsamen Gesellschaftsabend aus.

Tag 2

Am zweiten Tag standen Ellenbogeninstabilitäten auf dem Programm, moderiert von PD S. Müller und Prof. Spross. Neben Vorträge zu diversen Instabilitätsursachen waren auch die anschließenden Re-Live Videos zu den Rekonstruktionstechniken sehr hilfreich.

Als abschließendes Schmankerl demonstrierten die Experten Op-Videos und Fallbesprechungen zu besonders kniffeligen Fällen.

Für uns als Studierende des Jungen Forums war der 11. DVSE Residents´ Summit eine äußerst bereichernde Erfahrung. Die Kombination aus theoretischem Wissen und praktischen Demonstrationen ermöglichte es uns, gelerntes direkt umzusetzen und anzuwenden.

Wir möchten uns insbesondere bei Dr. Mara Warnhoff und Dr. Sebastian Lappen für ihr Engagement und organisatorischen Aufwand bedanken. Wir freuen uns auf den nächsten Residents´Summit und darauf, das erworbene Wissen in unserer weiteren medizinischen Laufbahn anzuwenden.

Tobias Gruber

Bericht | 41. Berliner Arthroskopie-, Gelenk- und Sport-Symposium Oberwiesenthal Januar 2024

Das neue Jahr startete direkt mit einem weiteren Höhepunkt: Vom 11. bis 13. Januar 2024 fand in Oberwiesenthal, der höchstgelegenen Stadt Deutschlands, das 41. Berliner Arthroskopie-, Gelenk- und Sport-Symposium statt. Unter dem diesjährigen Motto „Mobilität im Wandel – Chancen und Herausforderungen in der Sportmedizin“ brachte die Traditionsveranstaltung erneut Expert, Nachwuchswissenschaftler und sportbegeisterte Teilnehmende zusammen.

Auch in diesem Jahr standen sportorthopädischen/-unfallchirurgischen Krankheitsbildern des Schulter-, Ellenbogen-, Hüft-, Knie- und Sprunggelenkes im Fokus

Als neues Format, wurden dieses Jahr interprofessionelle Fallvorstellungen eingeführt. Studierende der AGA und des Jungen Forum durften Patientenfälle präsentieren die anschließend mit Expertenvorträgen von Ärzt:innen sowie Physiotherapeut:innen ergänzt wurden. Das haben wir als sinnvolles innovatives Format wahrgenommen und freuen uns weiterhin interaktiv zu beteiligen!

Der Freitag stand im Zeichen der oberen Extremität. Hochkarätige Vorträge zu Schulter- und Ellenbogenverletzungen sowie innovativen arthroskopischen Techniken bildeten den fachlichen Kern des Tages. Renommierte Expert:innen präsentierten neueste Erkenntnisse aus der Forschung und teilten praktische Tipps für den klinischen Alltag.

Ein besonderes Highlight war erneut das Format „DVSE Junges Forum meets AGA Students“. Unter dem Thema „Update Sporttraumatologie – wo stehen wir heute?“ und der Leitung von Larissa Eckl sowie Felix Boenke wurde eine spannende studentische Sitzung gestaltet. Besonderen Dank gilt hier auch an unsere Vortragenden:

Anh Do (Schulterinstabilität – was sagt die aktuelle Literatur? )

Larissa Eckl AC Gelenksluxation – wo stehen wir heute?

Yasmin Youssef Update Kniegelenksluxation – was wissen wir?

Sofia Hansen Update hinteres Kreuzband- was haben wir gelernt?

Besonders gefreut hat uns, dass sich trotz der nominellen Mittagspause der größte Saal „Berlin“ sehr gut füllte, und die studentischen Vorträge mit regem Interesse aufgenommen wurden.

Der Tag fand seinen Abschluss, nach erfolgter Gondelfahrt, bei einem festlichen Abendessen im Fichtelberghaus, bei dem sich zahlreiche spannende Gespräche bis in die späten Abendstunden fortsetzten.

Der letzte Veranstaltungstag widmete sich der unteren Extremität sowie konservativen und regenerativen Behandlungsmethoden. Ergänzt durch Vorträge zur Bildgebung und Therapieplanung rundete das Symposium das breite Themenspektrum der modernen Orthopädie ab.

 

Das Berliner Arthroskopie-, Gelenk- und Sport-Symposium hat auch in diesem Jahr seine Bedeutung als Plattform für den interdisziplinären Austausch und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die positive Resonanz auf das Format „Junges Forum meets AGA Students“ bestärkt uns darin, auch zukünftig auf die enge Zusammenarbeit zu setzen.

Oberwiesenthal verbindet Tradition, Wissenschaft und freundschaftlichen Austausch. Auf all das und mehr freuen wir uns auch im nächsten Jahr!

Ein herzlicher Dank gilt allen Organisatoren, insbesondere Kathi Thiele für ihren Einsatz fürs Junge Forum!

Tobias Gruber

Bericht | Marburger Arthroskopiekurs Juni 2023

Am 16. Und 17. Juni fand der Marburger Arthroskopiekurs 2023 mit dem Titel „Die obere Extremität – SCHULTER & ELLENBOGEN – von der Anatomie zur Arthroskopie“ in den Räumlichkeiten des Dr. Reinfried Pohl-Zentrums für medizinische Lehre in Marburg statt.

Durch die Kooperation zwischen der DVSE und der AGA, war es jeweils 8 Studierenden möglich, betreut von Prof. El-Zayat, PD Dr. Hudek und Dr. Abdelkawi erste praktische Erfahrungen in der Arthroskopie von Schulter und Ellenbogen an mehreren Simulatoren zu üben. Mit dabei waren zudem 8 Studierende aus Marburg, welche den Kurs als Wahlfach belegt haben.

Los ging es am Freitagnachmittag um 15 Uhr mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Im Anschluss wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Hälfte konnte mit Hilfe eines Vortrags zur grundlegenden Anatomie/Biomechanik des Schulter- und Ellenbogengelenks, vorgestellt durch Studierende von DVSE und AGA, lange zurückliegendes Wissen auffrischen. Die andere Gruppe wiederholte die klinischen Aspekte der Untersuchung von Schulter und Ellenbogen. Nach einem Wechsel und einer kurzen Kaffeepause ging es in eine zweite Session Theorie und Praxis. Diesmal zu den Grundlagen der Arthroskopie. So einfach wie es bei den erfahrenen Chirurg:innen immer aussieht, war es dann in der Praxis doch nicht. Mit Hilfe der tatkräftigen Anleitung und Unterstützung der Dozenten, gelang es aber langsam ein Gefühl für die Hand-Augen-Koordination zu erlangen.  Nach einer weiteren Stunde freien Übens ging es für alle zum gemeinsamen Abendessen in die Marburger Innenstadt. Vielen Dank an dieser Stelle für die Einladung seitens Prof. El-Zayat!

Der zweite Tag begann um 9 Uhr. Es ging, wie am Tag zuvor, im Wechsel zwischen Theorie und Praxis, von der arthroskopischen Anatomie, über Indikationen, Setup und Knotentechniken zu der arthroskopischen Rotatorenmanschettenrekonstruktion, Bankart-OP und subacromialen Dekompression. Hervorragend waren hierbei die Möglichkeiten sich vom simplen Holzmodell mit freier Sicht, über 3D-Brille bis hin zu Arthroskopiesimulatoren, die einzelnen Schritte zu erarbeiten. Gegen Ende des Tages war wieder Zeit zum freien Üben und für internen Challenges. Hut ab vor PD Dr. Hudek, der am schnellsten alle Sterne im Subacromialraum eingesammelt hat und souverän den Sieg für sich verbuchen konnte.

Wir bedanken uns recht herzlich für die Möglichkeit an dem Kurs teilnehmen zu dürfen. Großes Lob auch an die Organisator:innen, welche durch die Räumlichkeiten, die Betreuung und die technischen Möglichkeiten sehr spannende und lehrreiche Tage gestaltet haben. Auch allen Vortragenden möchten wir für die informativen und spannend gestalteten Vorträge danken.

Über eine Wiederholung des Kurses würden wir uns sehr freuen!

Andres Rießle, JLU Gießen

Bericht | DVSE Junges Forum - Modulkurs „Bildgebung“ 2023

DVSE Junges Forum - Modulkurs „Bildgebung“

Am Samstag, den 18. März, stand Würzburg ganz im Zeichen der Bildgebung am Schultergelenk. Zum insgesamt dritten Mal fand der Modulkurs „Bildgebung“ in den Räumlichkeiten der OrthoMainfranken Gemeinschaftspraxis statt. Mittels interaktiv gestalteter Vorträge der Mitglieder des Jungen Forums wurden theoretische Kenntnisse der wichtigen bildgebenden Verfahren vertieft und praktisch umgesetzt.

Der Modulkurs startete um 8:30 Uhr mit dem ersten Themenblock „Röntgenbildgebung“. Mit Beiträgen zur Anatomie der Schulter, Standard-Röntgenaufnahmen und AC-Gelenksverletzungen gelang ein schöner Überblick der Röntgendiagnostik und des Schultergelenkaufbaus. Zur dreidimensionalen Darstellung verschiedener Pathologien schloss sich nach kurzer Pause der zweite Block „CT-Bildgebung“ an. Insbesondere die CT-Bildgebung bei Instabilität, Fraktur und Omarthrose wurden anschaulich erläutert.

Im Anschluss bildeten die Teilnehmenden vier Gruppen mit je vier bis fünf Personen und bekamen die Möglichkeit, eigens eine Schulterprothese mit Blueprint® und tatkräftiger Unterstützung der Firma Stryker zu planen. Individuelle Fälle und die praxisnahen Rahmenbedingungen förderten das Verständnis für den optimalen Sitz einer Prothese enorm.

Nach der Mittagspause im frühlingshaften Sonnenschein eröffnete die „MRT-Bildgebung“ den Nachmittag. Die Schwerpunkte lagen auf den Standardebenen und Wichtungen sowie der Diagnostik der Rotatorenmanschette, der Instabilität und den AC-Gelenksverletzungen.
Es folgte die Sonografie als bildgebendes Verfahren mit dynamischer Untersuchungsmöglichkeit. Dieser Block widmete sich den Standardebenen und der sonografischen Bildgebung von Rotatorenmanschettenrupturen, der Bizepssehne und dem AC-Gelenk.
Gleichzeitig diente dieser Abschnitt als Vorbereitung auf den darauffolgenden Praxisteil.

Unter Anleitung der erfahrenen Instruktor:innen konnte die Sonografie des Schultergelenks zunächst aneinander in kleinen Gruppen trainiert werden, bevor es dann in eine simulierte Praxissituation überging. Dazu wurden vier Patienten in die Praxis eingeladen und stellten sich dankenswerterweise für eine Untersuchung zur Verfügung. Dies war eine tolle Gelegenheit zum Ausbau der eigenen praktischen und diagnostischen Fertigkeiten.

Anschließend ging es bestens gelaunt zum gemeinsamen Abendessen. In Oberwiesenthal lernten wir, dass guter Wein das Leben verlängern könne. Deshalb machten wir uns im Rahmen einer Weinverkostung im staatlichen Hofkeller Würzburg an die lebensverlängernden Maßnahmen. Es war ein gelungener Abschluss eines erfolgreichen Tages mit spannenden Themen und großartigem Austausch.

Wir bedanken uns herzlich bei der wissenschaftlichen Leitung durch PD Dr. Dirk Böhm, Johanna Habarta, Fabian Lanzerath und Larissa Eckl sowie bei den Instruktor:innen PD Dr. Dirk Böhm, Dr. Dorota Böhm, Dr. Jonas Schmalzl und Dr. Chiara Gaal für den hervorragenden Modulkurs und die einwandfreie Organisation.

Außerdem danken wir allen Patienten und den Teilnehmenden/Vortragenden, die zur Gestaltung des Kurses beigetragen haben.

Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!
Tim Ludwig Tüngler | Gießen

Bericht | Zukunftswerkstatt Ellenbogen | München 2023

3. DVSE Zukunftswerkstatt Ellenbogen

Die 3. DVSE Zukunftswerkstatt fand dieses Jahr am 27. und 28. Januar in München statt. Über einen Zeitraum von zwei Tagen wurde das Modul „Wissenschaft und Karriere“ ans Herz gelegt und die aktuellen wissenschaftlichen Fragen zur Ellenbogenchirurgie näher erleuchtet.

Der Freitag morgen bot die Chance der Horizonterweiterung für alle Studierenden und jungen Assistenzärzt:innen. Es wurden viele Aspekte der potenziellen Weiterbildungsmöglichkeiten vorgestellt. Es war alles dabei, von Auslandserzählungen in Research Fellowships, zu PJ und Famulaturberichten im Ausland und die Möglichkeit von berufsbegleitenden Masterstudiengängen in BWL. Neben praktischen Tipps für die Bewerbung, gaben die Vortragenden wertvolle persönliche Erfahrungen und Meinungen.

Bereichernd waren zudem die Berichte der verschiedenen Möglichkeiten des Werdegangs als angehender Arzt, mit Erklärungen zu der Fülle an Optionen. Die Frage ob zuerst ein peripheres kleines Krankenhaus oder lieber doch direkt die Universitätsklinik stand, zum Beispiel, im Raum. Es folgten die persönliche Darstellungen und Erläuterungen der eigenen Werdegängen erfahrener Ärzt:innen. Dies verhalf zu einer realistischen Übersicht der Möglichkeiten, mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen, Hindernissen und Chancen.

Die zweite Hälfte des Tages wurde den wissenschaftlichen Fragen der Ellenbogenchirurgie gewidmet. Vorgestellt wurden spannende chirurgische Fälle von Expert:innen zu diversen komplexen Ellenbogenpathologien. Das Publikum wurde stets mit in die Diskussion involviert und es entstand bei jedem Fall eine spannende Diskussion. Während der zwei Tage bestand die Möglichkeit des Besichtigung von diversen Ständen der Industriepartner:innen, mit Optionen zum eigenständigen Ausprobieren mit freundlicher Beratung.

Der Freitagabend wurde im Hofbräukeller in einer geselligen Runde mit lebendiger Atmosphäre, gutem Bier und herzhafter Küche ausgeklungen. Das Teamevent im Hofbräuhaus war eine großartige Möglichkeit, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken und sich gegenseitig von einer nicht akademischen Seite kennenzulernen. Die gemütliche und informelle Atmosphäre schaffte eine entspannte Stimmung und ermöglichte es, sich in einem informellen und angenehmen Umfeld auszutauschen.

Der Samstag bot erneut die Möglichkeit des munteren Austauschs zu Ellenbogenverletzungen, der Rekapitulation alter und bewährter Ansätze und die Erforschung neuer Möglichkeiten. Gemeinsam wurden interessante praxis-nahe Fälle besprochen. Zudem wurden zu den verschiedenen Fällen offene Fragen erläutert und spannende neue Studienideen vorgestellt.

Wir möchten uns sehr herzlich bei Prof. Dr. med. Sebastian Siebenlist und Dr. med. Sebastian Lappen für die wissenschaftliche Leitung bedanken!
Es war ein erfolgreiches Event und wir freuen uns bereits auf das nächste gemeinsame Wiedersehen!

Sebastian Fromm | Heidelberg

Bericht | Berliner Arthroskopie-, Gelenk- und Sport-Symposium | Oberwiesenthal 2023

Das Neue Jahr startet direkt mit einem Höhepunkt – im wahrsten Sinne des Wortes:
In Oberwiesenthal, der höchstgelegenen Stadt Deutschlands, wurde vom 12.-14 Januar nun bereits zum 40. Mal zum „Berliner Arthroskopie-, Gelenk- und Sport-Symposium“ geladen. Das runde Jubiläum der wissenschaftlichen Traditionsveranstaltung fand dieses Jahr unter dem Motto „Bewegung ist Freude – Mobilität ist Risiko“ statt. Auch wenn das Wetter zu wünschen übrig ließ und das geplante Ski-Alpin-Rennen leider wortwörtlich ins Wasser fiel, startete die Veranstaltung am Donnerstag winterlich mit Gastredner und Skisprungolympiasieger Jens Weißflog im Sportlerforum und weiteren Vorträgen zu Wintersport typischen Sportverletzungen.

Einen Höhepunkt der Veranstaltung stellte der Freitag dar – ganztägige hochkarätige Fachvorträge zu Schulter und Ellenbogen und packende Diskussionsrunden mit ehemaligen Olympiasiegern und Weltmeistern über die physiologischen Grenzbereiche des Sports.

Zum aller ersten Mal kamen im neuen Format „DVSE Junges Forum meets AGA Students“ junge engagierte Köpfe aus beiden Initiativen unter der Leitung unseres Vorsitzenden Fabian Lanzerath (Heidelberg) und der Vorsitzenden der AGA Students Kim Viehmeier (Braunschweig) zusammen. Hierbei konnten wir im Rahmen verschiedener Vorträge spannende Themen der aktuellen Forschung diskutieren. Das große Interesse, die Vielzahl an ZuhörerInnen und die langen Diskussionen bestätigten den Erfolg dieses „Pilotprojekts“. Der Tag endete mit einem geselligen Festabend im Fichtelberghaus und anschließenden, noch bis lange in die Nacht fortgesetzten, tollen Gesprächen.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der unteren Extremitäten, sowie verschiedener ExpertInnenvorträge zum Thema konservative Orthopädie und regenerative Medizin. Die gesamte Veranstaltung wurde darüber hinaus durch interaktive Workshops der Physiotherapie zur Prävention von Verletzungen, sowie Vorträgen und Kursen zum Stellenwert der Bildgebung im Rahmen verschiedener Krankheitsbilder abgerundet. Für alle orthopädisch und sportmedizinisch Interessierten wurde so über drei Tage ein spannender Überblick über alle relevanten Themenbereiche der aktuellen Medizin und Forschung geschaffen.

Wir sind unglaublich dankbar für die Möglichkeit, dass wir dieses Jahr aktiv bei der Gestaltung des Programms mitwirken konnten. Auf Grund des sehr positiven Feedbacks zu unserem neuen Format „Junges Forum meets AGA Students“ freuen wir uns auch zukünftig auf weitere enge Zusammenarbeit und Austausch mit der AGA und auch anderen Initiative, um insbesondere jungem interessierten Nachwuchs wie uns die Chance zu geben, sich im Rahmen verschiedener Veranstaltungen zu präsentieren und zu vernetzen.

Wir freuen uns sehr auf ein spannendes Jahr 2023 mit euch und vielen weiteren anregenden und innovativen Zusammenkünften!

Rosa Berndt, Charite Berlin

Bericht | Schulthess Academy | Zürich 2022

Am 17. und 18.11.2022 fand zum zweiten Mal die Schulthess Clinic Academy zum Schwerpunktthema Schulter in Zürich unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Scheibel, Dr. Moro und Prof. Moroder statt. 5 StudentInnen des Jungen Forums der DVSE hatten die Möglichkeit an den hochkarätigen Vorträgen und Diskussionen teilzuhaben.
Der Donnerstag, war als Basistag primär an zuweisende ÄrztInnen gerichtet, wobei ein kompletter Rundumschlag von der klinischen Untersuchung, über die bildgebenden Verfahren, zur operativen Versorgung und adäquaten Nachbehandlung dargeboten wurde. Anhand von Live-Demonstrationen wurden die verschiedenen Themengebiete anschaulich präsentiert, was aus studentischer Sicht einen deutlichen Verständnisgewinn zur Folge hatte. Zwischen den Sessions hatten wir die Möglichkeit uns bei der Industrieausstellung mit den aktuellen Neuerungen im Bereich Instrumentarien und Implantaten vertraut zu machen.

Am Freitag folgte der Expertentag, die Crème de la Crème der Schweizer Schulterchirurgen an der Schulthess Klinik zusammen kam, um den aktuellsten Stand der wissenschaftlichen und klinischen Evidenz zu den vier Schwerpunktthemen Schulterinstabilität, Rotatorenmanschettenläsionen, Schulterendoprothetik und Traumatologie des Schultergürtels zu diskutieren. Besondere Highlights stellten die beiden Live OPs von Prof. Moroder und Prof Scheibel dar. Sie präsentierten einen Bankart Plus Repair, sowie die Implantation einer inversen Schulterendoprothese. Dieses Format ermöglichte angeregte Diskussionen unmittelbar während der einzelnen Operationsschritte, wobei besonders auf die individuellen Techniken zur Vermeidung der wichtigsten Pit-falls eingegangen wurde.

Aus wissenschaftlicher Sicht beeindruckend war die Vorstellung des ARCR_Pred Projekts, einer an 20 Zentren durchgeführten prospektiven Studie zur Versorgung von Rotatorenmanschetten Läsionen in der Schweiz, die zur Entwicklung von personalisierten Risikovorhersagen und zur Unterstützung des chirurgischen Entscheidungsprozesses beitragen soll.

Wir bedanken uns recht herzlich für die Möglichkeit an der Academy teilnehmen zu dürfen und sprechen den Organisatoren ein Lob für diese sehr gelungene Veranstaltung aus.

Über ein baldiges Wiedersehen in Zürich würden wir uns sehr freuen!

Moritz Kraus, LMU München

Bericht | DVSE Jahreskongress | München 2022

Nach zweijähriger Coronapause fand der diesjährige Jahreskongress der DVSE vom 20. bis zum 22. August in München, auf dem Nockherberg statt. Zur großen Freude aller Teilnehmenden konnte in diesem Jahr das abwechslungsreiche wissenschaftliche Programm mit vielen Highlights in Präsenz durchgeführt werden. So konnten auch die an der Schulter- und Ellenbogenchirurgie-interessierten StudentInnen an den spannenden Vorträgen der erfahrenen SchulterchirurgInnen vor Ort teilhaben und einen regen wissenschaftlichen Diskurs erleben. Im Programm enthalten waren zudem einige wissenschaftliche Beiträge von Studierenden des Jungen Forums.

Der zweite Tag gestaltete sich ebenso abwechslungsreich mit exzellenten Vorträgen um die Schulter-, Ellbogen- und Schultereckgelenksinstabilität, sowie Frakturversorgung und Prothetik. Eine gemeinsame Session des Forums für AssistentärztInnen und des Jungen Forums sowie der Kommission für Research and Development drehte sich um zukünftige Aspekte der Digitalisierung in der Chirurgie und dem Studium. Zudem wurde der Prozess der Leitlinienentstehung erläutert. Als ein Highlight berichtete Dr. Alexander van Tongel in einem spannenden Vortrag von seinen lehrreichsten Erfahrungen und gab somit wichtige Hinweise für eine erfolgreiche Karriere direkt an die Studierenden und AssistenzärztInnen weiter.

Am Nachmittag wurde in einer internationalen Session von den renommierten Referenten, Prof. Pascal Boileau (Schulterstabilisierung mittels Latarjet), Dr. Joseph Zuckerman (Problematik des humeralen Knochenverlust bei inverser Schulterprothetik), Dr. Alexander van Tongel (Diagnostik und Therapie von Pathologien des Sternoklavikulargelenks) sowie Dr. Bradford Parsons (natürlicher Verlauf von Rotatorenmanschettenrupturen) spannendes Wissen aus aller Welt vorgetragen. Im Anschluss tagte die Mitgliederversammlung, bevor sich alle zum gemeinsamen traditionellen Kongressabend zusammenfinden konnten. In offener, bayrischer Atmosphäre boten sich unzählige Möglichkeit zum persönlichen Austausch und zum Knüpfen wertvoller Kontakte.

Freitags gab es zum Abschluss neben Vorträgen zu Frakturversorgung, Prothetik und Rotatorenmanschettenchirurgie in den freien Sessions eine Mischung vieler interessanter Vorträge und Studienergebnisse in den unterschiedlichen Rubriken der Schulter- und Ellenbogenchirurgie. Zudem bestand bis zum Schluss die Möglichkeit sich von den IndustriepartnerInnen die Ausstellungen erläutern und vorführen zu lassen - mit vielen Optionen zum eigenständigen Ausprobieren.

Wir möchten uns herzlich bei den Organisatoren und bei allen Referierenden für die vielen lehrreichen Vorträge und den gelungenen Kongress in München bedanken. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr in Hamburg!

Katja Rüttershoff – Berlin

Bericht | 7. Schulter- und Knie Kurs „MRI meets Arthroscopy and Arthroplasty” | Tübingen 2022

Am 8. und 9. Juli fand der 7. Schulter- und Knie Kurs unter dem Titel „MRI meets Arthroscopy and Arthroplasty“ in Tübingen statt. Dabei wurde freundlicherweise vier Mitgliedern des Jungen Forums der DVSE die Möglichkeit geboten, an dem Kurs kostenfrei teilzunehmen und in der Klinischen Anatomie und Zellanalytik in Tübingen einen Einblick in die MRT-Befundung am anatomischen Präparat in Kombination mit einem OP-Kurs zu bekommen.

Die beiden Kurstage wurden thematisch in einen Operationstag, mit dem Schwerpunkt Arthroskopie und Endoprothetik, am Freitag, den 8. Juli, und einen Diagnostiktag am Samstag, den 9. Juli, aufgeteilt.

Nach der Registrierung und Begrüßung am Freitag ging es pünktlich um kurz nach 8 Uhr los mit der ersten Demonstrations-Operation zur arthroskopischen Stabilisierung durch Prof. Dr. Philip Kasten. Im Anschluss daran wurde an den zugewiesenen Arbeitsplätzen in Zweier- und Dreiergruppen unter Anleitung der Instruktoren eine arthroskopische Bankart-Repair an Körperspendern geübt. Beeindruckend waren dabei vor allem die Rahmenbedingungen, die durch hohen Aufwand des Veranstalters und der Sponsoren so realitätsnah wie nur möglich gestaltet wurden. Auch das Üben in Kleingruppen mit höchstens zwei bis drei Teilnehmern plus einen Instruktor je Arbeitsplatz, war optimal, um sich selbst auszuprobieren. Nach der ersten Übung stand die zweite Demonstration von PD Dr. Frieder Mauch zur offenen Stabilisierung der Schulter nach Latarjet an, gefolgt von einer kurzen Pause.

Der Vormittag wurde abgeschlossen mit einer Demonstration zur arthroskopischen Rotatorenmanschettenrekonstruktion von PD Dr. Stefan Döbele und einer anschließenden Hands-On Session unter Anleitung. Ergänzt wurde der übrige Nachmittag durch Demonstrationen am Humanpräparat zur anatomischen Kurzschaftprothese (Dr. Hellmers), inversen TEP (PD Dr. Mauch) und einem Latissimus dorsi Transfer (Prof. Dr. Kasten). Sowohl die anatomische Kurzschaft- als auch die inverse Prothese wurde anschließend in den gewohnten Kleingruppen geübt.

Der Samstag wurde als Diagnostiktag angekündigt und dementsprechend wurde, um 8.30 Uhr in ziviler Kleidung im Seminarraum der klinischen Anatomie, Platz genommen. Im Fokus stand, nach Vorstellung der Normalanatomie im MRT, die Darstellung entsprechender MRT-Falldemonstrationen mit anschaulicher Live-Arthroskopie und -Sektion zu Schulter- und Kniegelenk. Interaktiv gestaltet war insbesondere die Vorstellung von Fällen aus der Praxis. Es wurden wieder Kleingruppen gebildet und mit Hilfe eines Tablets, auf dem die entsprechende Bildgebung zu den präsentierten Fällen verfügbar war, die Befunde diskutiert und anschließend gemeinsam aufgelöst. Mit dem Vorstellen von Fällen und Erfahrungsberichten aus der Praxis der Kursteilnehmer wurde der Diagnostiktag beendet.

Nach zwei lehrreichen Tagen lässt sich zusammenfassend sagen, dass wir wirklich begeistert von dem Kurs waren. Sowohl die Organisation und der Ablauf als auch die hochwertigen Möglichkeiten zur interaktiven Teilnahme waren bemerkenswert.

Vielen Dank an die wissenschaftliche Leitung PD Dr. Stefan Döbele, Prof. Dr. Bernhard Hirt, Prof. Dr. Fabian Springer, PD Dr. Frieder Mauch und Prof. Dr. Philip Kasten für diesen Kurs. Insbesondere gilt unser Dank Herrn Prof. Dr. Philip Kasten für die Möglichkeit der Teilnahme für vier Studierende des Jungen Forums.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Yannick Ahlheit - München

Bericht | Paris International Shoulder Course 2022

Vom 07. - 09.Juli 2022 bekamen zwei Studierende des Jungen Forums der DVSE die Möglichkeit am „Paris International Shoulder Course“ unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Scheibel und Dr. Philippe Valenti teilzunehmen.

Mit über 700 Teilnehmern und 50 internationalen Referenten ist der PISC eine der weltweit größten Tagungen zum Thema Schulterersatz.  An insgesamt drei Kurstagen wurden die neusten Entwicklungen, Innovationen und der aktuelle Stand der Technik im Bereich der Schulterendoprothetik diskutiert.

Neben interaktiven Falldiskussionen, Vorträgen und interessanten Mini-Battles fanden ebenfalls spannende live und re-live surgeries statt in denen neue Prothesensysteme zur Primär- und Revisionsendoprothetik vorgestellt und implantiert wurden.

Während der Mittagspausen bot sich die Möglichkeit verschiedene Workshops der Industrie zu besuchen oder die Industrieausstellung zu begehen.

Neben dem theoretischen Teil des Kurses durften wir Studierenden in einem Teaching zur Schulter-Sonografie unter der Leitung von PD Dr. Doruk Akgün auch praktische Erfahrungen sammeln.

Der zweite Tag endete mit dem stimmungsvollen "Faculty Dinner", einer abendlichen Bootstour auf der Seine. Bei herrlichem Sonnenschein ergaben sich interessante Gespräche und ein reger Gedankenaustausch.

Wir möchten uns hiermit nochmals herzlich bei Prof. Scheibel und der DVSE bedanken, die uns eine Teilnahme an diesem hochkarätigen Kurs ermöglicht haben. Es war ein spannendes und einmaliges Erlebnis!

 

Franziska Rudolph | Leipzig und Jonas Pawelke | Gießen

Bericht | AGA Students meets DVSE Junges Forum – 1. Heidelberger Schulter-Untersuchungskurs 2022

Am Samstag, den 22. Oktober 2022, fand in den Räumlichkeiten der ATOS-Klinik im deutschen Gelenkzentrum Heidelberg zum ersten Mal ein zertifizierter Modulkurs mit dem Schwerpunkt „klinische Schulteruntersuchung“ statt.

Um 10 Uhr in der früh traf man sich in der ATOS-Lounge und nach ersten kurzen Gesprächen, der Begrüßung sowie Vorstellung, startete der theoretische Teil mit Vorträgen. Die Themen waren dabei neben der Anatomie des Schultergelenks, die grundlegenden klinischen Untersuchungstechniken, sowie die Vorstellung der wichtigsten Pathologien. Da bei einigen Teilnehmenden, insbesondere die Anatomie und klinisch-körperliche Untersuchung der Schulter im Studium doch länger her war, waren die Vorträge äußerst hilfreich und sehr gut verständlich referiert. Sowohl zwischen als auch nach den Vorträgen war Zeit sich gegenseitig auszutauschen und eine Kleinigkeit zu essen und trinken. Nach einer kurzen Pause um die Mittagszeit begann der praktische Teil. Aufgeteilt in Kleingruppen, mit maximal sechs Personen pro Gruppe, wurde an drei verschiedenen Stationen gearbeitet. Angeleitet durch die Instruktoren, wurde die gegenseitige körperliche Untersuchung der Schulter und sonographische Darstellung der wichtigsten anatomischen Strukturen geübt.

An der Stelle möchten wir uns bei der wissenschaftlichen Leitung Fabian Lanzerath, Prof. Dr. med. Marc Schnetzke, Florian Bußmann und Dr. med. Sven Lichtenberg für die tolle Organisation des Kurses bedanken! Viele von uns Teilnehmenden hatten in der Form und der Anleitung, noch nicht die Möglichkeit beispielsweise mit einem Ultraschall eine Schulter untersuchen zu können. Vielen Dank dafür sowie die Geduld und Expertise mit der angeleitet und referiert wurde. Wir würden uns über ein baldiges Wiedersehen sehr freuen.

Yannick Ahlheit - München

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