Metal-backed glenoid implant with polyethylene insert is not a viable long-term therapeutic option

Boileau P, Moineau G, Morin-Salvo N, Avidor C, Godenèche A, Lévigne C, Baba M, Walch G.
J Shoulder Elbow Surg. 2015 Oct;24(10):1534-43

Hintergrund Untersucht wurde das Überleben und die Versagerrate von Totalendoprothesen mit metal backed Glenoid bei Patienten mit primärer Omarthrose.

Methoden Zwischen 1994 und 1999 wurden 165 Patienten, Durchschnittsalter 68 Jahre behandelt. Es wurden klinische und radiologische Parameter von Patienten mit einem Mindest-Follow up von 2 Jahren untersucht. Als Endpunkt des Überlebens wurde die partielle oder komplette Revision definiert.

Ergebnisse Die revisionsfreie Überlebensrate betrug 46 % (100 % Konfidenzintervall 32–54 %) nach 12 Jahren. Nach 8,5 Jahren betrug die Revisionsrate 37 % (61 Patienten); 80 % der revidierten Schultern wiesen einen PE Verschleiß auf. Der häufigste Grund für die Glenoidlockerung war eine Insuffizienz der Weichteile und eine Protheseninstabilität. Das Implantatüberleben war verkürzt bei jüngeren Patienten und bikonkaven Glenoiden. Proximale Humerus-Osteolysen traten signifikant häufiger bei Schultern mit PE-Verschleiß auf. Ein alleiniger PE-Wechsel war nur bei 3 % der revidierten Schultern möglich.

Schlussfolgerung Unzementierte metal backed Glenoide zeigen einen beschleunigten PE-Verschleiß und müssen häufig früh revidiert werden, weswegen die Autoren hierin keine valide Therapieoption sehen.


Felix Zeifang, Heidelberg

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