Comparing surgical repair with conservative treatment for degenerative rotator cuff tears: a randomized controlled trial

Lambers Heerspink FO, van Raay JJ, Koorevaar RC, van Eerden PJ, Westerbeek RE, van 't Riet E, van den Akker-Scheek I, Diercks RL.
J Shoulder Elbow Surg. 2015 Aug;24(8):1274-81

Einleitung: Gute klinische Ergebnisse wurden sowohl nach operativer als auch konservativer Behandlung der Rotatorenmanschettenruptur beschrieben. Das primäre Ziel dieser randomisierten kontrollierten Studie war es, funktionelle und radiologische Verbesserungen nach operativer und konservativer Behandlung von degenerativen Rotatorenmanschettenrupturen zu vergleichen.

Methoden: Es wurde eine randomisierte, kontrollierte Studie an 56 Patienten mit einer degenerativen full-thickness Rotatorenmanschettenruptur zwischen Januar 2009 und Dezember 2012 durchgeführt; es wurden 31 Patienten konservativ und 25 Patienten operativ behandelt. Erfasst wurden der Constant-Score Murley (CMS), visuelle Analogskala (VAS) Schmerzen und VAS disability Score präoperativ und nach 6, 12, 26 und 52 Wochen. Eine Kernspintomographie wurde präoperativ und 12 Monate postoperativ durchgeführt.

Ergebnisse: 12 Monaten postoperativ war der mittlere CMS bei den operierten Patienten bei 81,9 (SD 15.6) und den konservativ behandelten Patienten bei 73,7 (SD 18,4, p = 0,08). Der Schmerz (p = 0,04) und der VAS disability Score (p = 0,02) war nach 12 Monaten signifikant niedriger bei den operativ versorgten Patienten. Eine Subgruppenanalyse zeigte, dass operativ behandelte Patienten ohne Re-Ruptur signifikant besser waren als konservativ behandelte (88,5 [SD, 6.2] vs. 73,7 [SD, 18.4]).

Zusammenfassung: Zwischen beiden Behandlungsgruppen bestanden nach einem Jahr keine Unterschiede in der Schulterfunktion gemessen mittels CMS. Schmerzen waren nach operativer Behandlung signifikant geringer. Die besten Ergebnisse wurden in der Gruppe der operierten Patienten ohne Re-Ruptur festgestellt.


Felix Zeifang, Heidelberg

Zurück