Jahrestreffen 2017 in Berlin

Unser diesjähriges Jahrestreffen fand Ende November auf Einladung des DVSE Präsidenten Professor Scheibel an der Charité in Berlin statt. Wie immer haben viele bekannte Gesichter, aber diesmal auch sehr viel mehr neue Gesichter ihr Interesse an der Schulter- und Ellenbogenchirurgie gezeigt und sich auf den mehr oder weniger weiten Weg an die Charité gemacht.

Für uns stand, nach dem neuen Modulkonzept der DVSE, das zweite Modul „Evidence based Medicine“ auf dem Programm. Der erste Tag startete am Freitagmittag zunächst mit einem Überblick über die funktionelle Anatomie der Schulter sowie einem Vortrag zur klinischen Untersuchung der Schulter. In einem folgenden Workshop in Kleingruppen konnten wir unsere neu gewonnenen oder auch schon bekannten Kenntnisse der Schulteruntersuchung praktisch üben. Professor Scheibel und Marvin Minkus standen mit Rat und Tat zur Seite. Nach einer Kaffeepause fanden anschließend in Kleingruppen parallel drei Workshops zur Bildgebung der Schulter statt. Professor Scheibel führte uns in die Sonographie der Schulter ein, wobei der ein oder andere auch hier gleich noch praktisch Hand anlegen durfte. Im Workshop zur Röntgendiagnostik an der Schulter gab uns Kathi Thiele die wichtigsten Röntgenaufnahmen bei häufigen Pathologien der Schulter mit auf den Weg. Zu guter Letzt gab es noch eine Einführung in die Welt der MRT- sowie CT-Untersuchung von Philipp Moroder.

Nach getaner Arbeit und mit vielen neuen Eindrücken ging es dann zum Abendessen ins Ganymed. Bei einem leckeren Dreigängemenü und gutem Wein ließen wir den ersten Tag unseres Treffen ausklingen.

Samstag folgte dann, vielleicht für den ein oder anderen etwas zu früh am Morgen, der EbM-Teil unseres Treffens. Professor Lehmann aus Karlsruhe begann mit einer Einführung in die Welt der Evidence based Medicine und schafft es dabei, uns dieses Thema sehr anschaulich und gespickt mit der ein oder anderen persönlichen Erfahrung näher zu bringen. Es folgte ein Vortrag von Elisabeth Böhm zu den verschiedenen Studientypen und Sebastian Lappen brachte für uns ein bisschen Ordnung in die Vielzahl der verschiedenen Schulter- und Ellenbogenscores. So langsam kam dann doch die Müdigkeit und die Meisten sehnten sich nach einer Tasse Kaffee, doch erstmal hieß es noch, Fabian Plachel bei seinem Vortrag zur Statistik zu lauschen. Da auch er dieses Thema sehr interessant gestaltete fiel das Warten auf die Pause nicht schwer.

Gestärkt durch Kaffee und einen kleinen Snack ging es dann, nach einem weiteren Vortrag von Fabian Plachel zur Kariereplanung an Unikliniken in den EbM-Workshop. Als Einführung hierfür gab uns Professor Lehmann das SPION-Konzept an die Hand und zeigte die Anwendung dieses Konzeptes an dem momentan meistzitierten Paper in der Schulter-und Ellenbogenchirurgie.
Im Anschluss durften wir dann wieder in Kleingruppen das Gelernte an vier verschiedenen Papern anwenden. Auch dies war sehr spannend und ich bin mir sicher, die Meisten von uns haben neben dem SPION-Konzept anhand der Paper noch viel mehr gelernt.

Nach einem sehr leckeren Mittagessen folgte dann noch unsere Mitgliederversammlung, auf der Sebastian vor allem für die zahlreichen neuen Mitglieder unser Junges Forum sowie das neue Modulkonzept vorstellte. Des Weiteren gab es einen Rückblick auf das zurückliegende Jahr sowie ein Ausblick auf das kommende Jahr, das auch bereits jetzt schon wieder spannende Veranstaltungen bereithält.

Zu guter Letzt wurden noch die Zertifikate für das erfolgreich bewältigte Modul verteilt und dann hieß es schon wieder, sich zu verabschieden. Aber die nächsten Termine stehen ja schon fest und bestimmt sieht man den ein oder anderen bereits im Januar beim Arthroskopiekurs in Marburg oder spätestens auf dem Jahreskongress in Regensburg wieder.

Wir blicken auf zwei sehr abwechslungsreiche und lehrreiche Tage zurück, welche vor allem durch die sehr persönliche Betreuung und interaktiven Diskussionen mit den ärztlichen Referenten bereichert wurden.
Im Namen des Jungen Forums möchten wir uns ganz herzlich bei Prof. Dr. Markus Scheibel, seinem Team und Prof. Dr. Lars Lehman für die engagierte Unterstützung, sowie der DVSE e.V. für die großartige Förderung bedanken.

 

Carmen Hann
Berlin