F.A.M.E. hands-on Kurs Berlin 2015

Vom 4. bis 5. September 2015 fand der F.A.M.E. hands-on Kurs an der Charité - Universitätsmedizin Berlin unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Markus Scheibel statt.

Wie auch in den letzten Jahren hatten Studenten der Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA) und Studenten des Jungen Forum der DVSE die Möglichkeit, an diesem hochkarätigen Kurs teilzunehmen. National und international renommierte Referenten und Operateure führten uns mit interessanten Vorträgen durch die zwei Tage.

Thema in diesem Jahr waren "Innovationen und neue Aspekte in der rekonstruktiven und endoprothetischen Schulterchirurgie". Dabei war der erste Tag ganz den rekonstruktiven Verfahren gewidmet. In drei Blöcken wurden bewährte und neue operative Verfahren in der Rotatorenmanschetten-Chirurgie und der Schulterinstabilitäts-Chirurgie thematisiert. Auch atypische Rupturmuster und biologische Augmentationsverfahren wurden vorgestellt und diskutiert. Die Vorträge boten einen guten Überblick über die verschiedenen Pathologien und wie diese im einzelnen anzugehen sind. Ein Diskussionspunkt stellte sich immer wieder heraus: Wann sind neue innovative Techniken den alten bewährten Verfahren wirklich überlegen? Dank der Objektivität der Vorträge war jeder dazu eingeladen, sich seine eigene Meinung zu bilden.

Ein Highlight erwartete uns in den Präparationssälen der Anatomie. Durch die Unterstützung der Industrie und den Instruktoren wurde uns studentischen Teilnehmern die aktive Teilnahme am Kadaver-Workshop ermöglicht. Insgesamt zwölf Studenten konnten sich auf drei Arbeitsplätze verteilen, so dass jeder ausreichend Möglichkeit hatte, sich am Arthroskop zu versuchen. An den Schuterpräparaten konnte unter Anleitung von Prof. Dr. Dennis Liem und Dr. Julia Wolke die Portalanlage, der diagnostischen Rundgang und das Platzieren von Ankern und Nähten ausgiebig geübt werden.

Am Abend fanden sich alle Teilnehmer zum gemeinsamen Abendessen im Restaurant Brechts ein, wo wir bei einem vorzüglichen 4-Gang-Menü die neuen Eindrücke und Erfahrungen austauschen konnten.

Der Samstag widmete sich der Schulterendoprothetik. Im Mittelpunkt stand hierbei auch die Konvertierbarkeit der verschiedenen Prothesensysteme. Eine Herausforderung für Industrie und Operateur, die in den kommenden Jahren sicher noch an Bedeutung zunehmen wird. Im Anschluss durften wir wieder am Kadaver-Workshop teilnehmen.

Besonderer Dank gebührt Petra Gräf von der Firma DJO, PD Dr. Stephan Pauly für die Organisation des Kurses und Univ.-Prof Dr. Markus Scheibel für die wissenschaftliche Leitung und die Möglichkeit, an diesem äußerst interessanten und lehrreichen Kurs teilzunehmen.


Marvin Minkus, Berlin